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In einer Gesellschaft, die sich rasend schnell weiterentwickelt, die in Siebenmeilenstiefeln durch die Weltgeschichte rast und alles rigoros niedertrampelt, was diesem erbarmungslosen Stechschritt nicht folgen kann, haben Riverside ein Album komponiert, das ein perfektes Spiegelbild der Gegenwart ist. Ein Werk voller Symbolik – angefangen damit, dass der Titel ihrer vierten Veröffentlichung aus vier Worten besteht und das Album exakt 44:44 Minuten lang ist – sowie einer intelligenten Bestandsaufnahme der Realität. Anno Domini High Definition ist kein Konzeptalbum im klassischen Sinne, aber eines mit thematisch rotem Faden und einer eindringlichen Botschaft. „Das Album erzählt von Menschen, die noch bevor sie gelernt haben, wie man einen bestimmten Apparat bedient, ärgerlich behaupten, dass es schon nicht mehr aktuell ist. Und noch schlimmer: dass es gar nicht mehr funktioniert und man ab jetzt einen besseren Apparat verwenden muss”, erklärt Mariusz Duda, Sänger, Bassist, Gitarrist und Texter der vierköpfigen Band. „Für mich sind dies eher die Gedanken all jener Menschen, die jeden Morgen mit der Angst aufwachen, dass an diesem Tag ihr ´Haltbarkeitsdatum` abläuft.”
Fachleute bezeichneten Riverside bislang immer wieder als stilistische Mischung aus Tool, Porcupine Tree und Dream Theater, doch Duda sieht auf Anno Domini High Definition andere Einflüsse stärker im Vordergrund stehen: „Wir kombinieren die Energie der frühen 70er mit moderne Klängen. Ich denke, es sind jetzt mehr die Sounds von Rush, Led Zeppelin oder Deep Purple. Wie dem auch sei, letztendlich klingt das Album nach Riverside.”
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